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KULTURPROJEKTE NIEDERRHEIN E.V. /// FÖRDERUNG REGIONALER VERNETZUNG AM NIEDERRHEIN

SCHON DABEI?

NRZ, 15.07.2026, Wesel

Die Hof­kon­zerte haben sich als erfolg­rei­ches Musi­ke­vent im Kreis Wesel eta­bliert. Jetzt soll es eine regel­mä­ßige För­de­rung dafür geben.

 

Erfolg­rei­che Hof­kon­zerte bekom­men mehr Unter­stüt­zung

Die Hof­kon­zerte im Kreis Wesel erhal­ten künf­tig mehr Geld vom Kreis. Die Musi­kreihe soll als kul­tu­rel­les Aus­hän­ge­schild wei­ter wach­sen.

Kreis Wesel. In der Corona-pan­de­mie als Alter­na­tive zu Musik in geschlos­se­nen Räu­men ins Leben geru­fen, haben sich die Hof­kon­zerte des Ver­eins „Kul­tur­pro­jekte Nie­der­rhein“zu einem ech­ten Erfolgs­kon­zept gemau­sert. In den ver­gan­ge­nen fünf Jah­ren haben bereits etli­che Bau­ern­höfe im Kreis Wesel ihr Gehöft für Musik­kon­zerte zur Ver­fü­gung gestellt – eine gelun­gene Sym­biose aus Kul­tur und der Erfahr­bar­keit länd­li­chen Raums und sei­ner Geschichte.

Die Erfolgs­ge­schichte soll wei­ter­ge­hen und zu einer festen Kul­tur­größe im gesam­ten Kreis Wesel wer­den. Der Kreis­tag hat sich in sei­ner letz­ten Sit­zung vor der Som­mer­pause mit großer Mehr­heit dazu bekannt, die Musi­kreihe jähr­lich mit 35.000 Euro zu unter­stüt­zen. Außer­dem soll die Ver­wal­tung gemein­sam mit „Kul­tur­pro­jekte Nie­der­rhein“als Ver­an­stal­ter ein nach­hal­ti­ges Orga­ni­sa­ti­onsund Finan­zie­rungs­kon­zept erar­bei­ten, um die Hof­kon­zerte dau­er­haft zu eta­blie­ren.

Ursprung war der Antrag der Kenia-koali­tion aus CDU, SPD und Grü­nen, die die kreis­weite Musi­kreihe als „kul­tu­rel­les Iden­ti­fi­ka­ti­ons­merk­mal“bezeich­net, das es zu unter­stüt­zen gelte. Ein­stim­mig ging der Antrag, den Cdu-frak­ti­ons­chef Frank Ber­ger eher „als Bitte“ver­stan­den wis­sen wollte, aller­dings nicht durch. Wäh­rend sich die UWG ent­hielt, stimm­ten AFD und FDP/BZD dage­gen. Beide stör­ten sich daran, dass Geld aus­ge­ge­ben wer­den soll, wäh­rend Kreis, Städte und Gemein­den unter der Haus­halts­lage äch­zen. So müs­sten Kom­mu­nen einer­seits ihre frei­wil­li­gen Lei­stun­gen über­prü­fen, aber die Hof­kon­zerte über die Krei­sum­lage mit­fi­nan­zie­ren, war ein Argu­ment, dass es bei Haus­halts­kon­so­li­die­rung um Ein­spa­run­gen und nicht um Aus­wei­tun­gen gehe, ein ande­res.

Über­zeu­gen konn­ten sie die Mehr­heit damit nicht. SPD und Grüne nann­ten die Hof­kon­zerte wahl­weise „Land­marke“und „kul­tu­rel­les Aus­hän­ge­schild“. Am Ende stimmte die Kenia-koali­tion gemein­sam mit der Lin­ken für die finan­zi­elle Unter­stüt­zung. Die Ver­wal­tung wird außer­dem auf „Kul­tur­pro­jekte Nie­der­rhein“zuge­hen und am 22. Sep­tem­ber im Kreis­aus­schuss für Schule, Kul­tur, Sport und Inte­gra­tion über die wei­tere Ent­wick­lung berich­ten.




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